Vereinsgeschichte

Die Gründung

Sieben weise Frauen waren nötig um am 29. September 1993 den Verein erlebnis geburt e. V. zu gründen: Anke Kerber, Katrin Schneider, Peggy Meyer, Anne-Rose Bach, Anett Schmid, Petra Gienter, Anett Wegertseder-Rothe

„Das Ziel unser Initiative ist es, uns gegenseitig und andere zu ermutigen, diesen besonderen Lebensabschnitt bewusst zu gestalten, intensiv zu erleben. Vertrauen in den eigenen Körper, Freude auf das Kind, manchmal aber auch Verzagheiten und Unsicherheiten gehören zu den spannenden Monaten der Schwangerschaft.“ Daher der Name des Vereins und das Ziel einen Ort dafür zu etablieren: Geburtshaus in Chemnitz.

Der Weg beginnt

Mit diesem Traum vor Augen begannen die sieben Gründungsfrauen die ChemnitzerInnen für eine natürliche Schwangerschaft und Geburt zu sensibilisieren.

Zu den ersten Kursen, die der Verein organisierte, zählten ein Geburtsvorbereitungskurs für Paare. Bald kamen Beratungsangebote für junge Familien hinzu: Stillberatung, Schwangerschaftsverhütung, etc.

Auch die Mittwochsreihe startete bereits 1996.

Die ersten Flyer und Programmhefte des Vereins waren noch liebevoll handgemalt und -geschrieben.

Die sanfte Geburt auf dem Vormarsch

In den folgenden Jahren etablierten sich die beliebten Kurse, die auch heute noch im Geburtshaus angeboten werden: Beckenbodengymnastik, Mutter-Kind-Kurse, Babymassage, Tragekurse, etc.

Dank der unermüdlichen Arbeit der MitgliederInnen des Vereins war das Thema sanfte Geburt regelmäßig in den Medien vertreten.

Man konnte Überschriften lesen, wie:

„Geburt als Erlebnis für die ganze Familie“

„Kinderkriegen: Die sanfte Geburt“

„Schwangerschaft keine Krankheit“

„Geburt als ‘richtiges Fest’ empfunden“

„Verein macht sich für Geburtshaus stark“

„Chemnitz soll ein Baby-Haus bekommen“

In den folgenden Jahren setzte sich der Verein immer wieder für Alternativen zur Klinikgeburt ein. Auf Seminaren in der Lila Villa konnten die Vorteile der Geburtshaus- oder Hausgeburt mit interessierten ChemnitzerInnen diskutiert werden.

Der Traum nimmt Gestalt an

Der Wunsch nach einer echten Alternative zum Krankenhaus sollte nun endlich in Angriff genommen werden. Mit viel Fleiß, Schweiß und Tränen machten sich die MitgliederInnen des Vereins an die Arbeit, um dem Geburtshaus in Chemnitz auf die Welt zu helfen.

Am 04. Mai 2000, einen Tag vor dem Internationalen Hebammentag, war es dann soweit: Das erste Geburtshaus in Chemnitz öffnet seine Türen in der Göbelstraße 5.

Es wurde ein feierlicher Tag mit vielen Reden, Trommelmusik und Geschenken. Und endlich konnten die Kinder purzeln.

Der Verein wird zu einer festen Größe in Chemnitz

In den folgenden Jahren wurde das Kursangebot des frauen- und familienorientierten Zentrums stetig erweitert. Immer mehr Frauen nahmen die Chance wahr und bekamen ihr Kind im Geburtshaus.

Die steigende Nachfrage zwang die MitgliederInnen des Vereins über eine Vergrößerung des Geburtshauses nachzudenken. Nach langer Suche wurden sie in der Weststraße 18, dem heutigen Sitz fündig. Mit Sack und Pack bezog der Verein im April 2007 die neuen Räume.